Donnerstag, 14. Januar 2010

Gedichte

Asylwerber und -werberinnen

Ein Mensch, den andere nicht gern mögen,
den von des Lebens Futtertrögen
die Glücklichen, die Starken, Großen
schon mehr als einmal fortgestoßen,
steht wieder mal, ein armes Schwein,
im Kampf ums Dasein ganz allein.
Dass er uns leid tut, das ist klar:
Sofern es unser Trog nicht war……

Eugen Roth


Ein Ausweg

Ein Mensch, der spürt, wenn auch verschwommen,
Er müßte sich, genau genommen,
Im Grunde seines Herzens schämen
Zieht vor, es nicht genau zu nehmen.

Eugen Roth


schöner tot sein

ein baum werden
vögel zu gast haben
das wär was
worauf man sich freuen könnte

Elfriede Gerstl

Mittwoch, 13. Januar 2010

Aktueller denn je: Urlaub und Asyl im Kloster

Österreich ist klösterreich

17 bedeutende österreichische, 2 tschechische, 1 polnisches und 2 ungarische Klöster (Altenburg, Geras, Göttweig, Heiligenkreuz, Herzogenburg, Klosterneuburg, Kremsmünster, Lilienfeld, Melk, Rein, St. Florian, St. Lambrecht, Seitenstetten, Zwettl Schlägl, Marienkron, Marienschwestern vom Karmel, Raigern, St. Thomas, Tyniec, Pannonhalma und Zirc) haben sich unter dem Namen „Klösterreich“ zusammengeschlossen.

Kloesterreich-Karte

Auf ihrer Homepage www.kloesterreich.at ist zu lesen: „Stifte und Klöster zählen seit Jahrhunderten zu Österreichs wichtigsten Kulturträgern. ... Sie laden zu Aktivitäten mit kulturellem oder spirituellem Schwerpunkt ein. Von Kunstkursen über Exerzitien bis zu Gesundheitsangeboten und "Urlaub im Kloster" reicht die Palette. Was lag näher, als diese Vielfalt an Möglichkeiten im Marketingbereich zu vernetzen und gemeinsam, mit mehr Kraft, an interessierte Gäste heranzutreten.“

Und weiter:

„Klöster und Stifte sind besondere Plätze. Hier wurde über Jahrtausende das Christentum gelebt und geprägt. Architektur, bildende Kunst, Musik, Literatur, Schriftgut, Buchdruck oder Bibliothekswesen verschmolzen jeweils zu einem Gesamtkunstwerk.“

Zudem hat die Vereinigung Klösterreich 2005 den österreichischen Staatspreis für das neue Projekt „Urlaub im Kloster“ als eines der besten kulturtouristischen Projekte Österreichs erhalten.

Vielleicht würde Jesus ja Urlaub in dem einen oder anderen Kloster machen. Ganz bestimmt aber würde er sich um Asylanten und Asylantinnen kümmern.

Leider habe ich bisher in den Medien von keinem der 17 vorab genannten oder nicht genannten Kloster gehört, dass es AsylwerberInnen aufnimmt.

Sollte es doch im Verborgenen ein oder mehrere Klöster in Österreich geben, die AsylwerberInnen – selbstverständlich finanziert durch den österreichischen Staat - aufnehmen oder künftig aufnehmen möchten, bitte ich diese dringend, öffentlich zu werden. Denn ich bin überzeugt, dass ganz besonders Klöster sehr gut für diese Aufgabe geeignet sind und dass es gelingen würde, Vereine und Privatpersonen zu motivieren, bei der Betreuung und Versorgung der hilfsbedürftigen Menschen mitzuhelfen. Im Übrigen ließe sich das Eine mit dem Anderen verbinden.

Urlaub und Asyl im Kloster schließen sich nicht aus.

Und wer sich die Mühe macht, die Parteiprogramme und -richtlinien der Österreichischen Parteien zu lesen, ahnt, dass Jesus grün wählen würde!

3 Schmunzel-Übungen zu genderfairer Sprache

Bewusst genderfair sprechende Menschen

• vermeiden Infantilisierungen und erniedrigende, bevormundende Bezeichnungen: Mädchen sind weibliche Kinder bis zu einem Alter von ca. 15 Jahren - "Skimädchen" in der Sportberichterstattungen z. B. ist daher sexistisch – oder haben sie schon einmal von „Schibuben“ gehört?

• vermeiden ausschließlich Buben/Männer bezeichnende Begriffe wie Leserbrief, Mannschaft, Fußgängerstreifen ...

• vermeiden diskriminierende geschlechtlich konnotierte Bezeichnungen und Aussagen wie Heulsuse, Karrierefrau, Pantoffelheld, Milchmädchenrechnung

• vermeiden sexistische Sprache: daher Hausarbeit statt Hausfrauenpflicht und das weibliche Geschlecht statt das schwache Geschlecht

• verwenden auch weibliche Personenbezeichnungen: Schülerin, Zahnärztin, Teilnehmerin, Abteilungsvorständin, Siegerin, Fachfrau, Leserin, Klientin

• ersetzen die Pronomen "jeder, der" durch "alle, die", oder durch "jede und jeder"; vergleichbares bei: "jemand, niemand, einer, keiner, man"

• verwenden positive sprachliche Identifikationsmöglichkeiten für Männer und Frauen: Torfrau, Frauschaft

• formulieren geschlechtlich nicht markiert: Team, Kaufladen, Zebrastreifen, Qualifikationsgespräch statt Mitarbeitergespräch

• verwenden die zahlreichen Möglichkeiten geschlechtergerecht zu formulieren, indem Sie ...

• weibliche und männliche Formen nennen: "Wir suchen noch eine Mitarbeiterin oder einen Mitarbeiter für den Bibliotheksdienst."

• die Schrägstrichschreibung verwenden: "Unsere Schule besuchen 745 Schüler/innen.“

• das Binnen-I verwenden: "Alle LehrerInnen treffen sich morgen ab 14 Uhr zu einer Planungssitzung."

• geschlechtsneutrale Formulierungen verwenden: "Die Direktion ist für die Durchführung verantwortlich. Wer raucht, hat eine kürzere Lebenserwartung."

• darauf achten, dass geschlechtsneutrale Formulierungen nicht neuerlich zu einer Verschleierung bzw. zum Unsichtbar-Werden von Frauen beitragen: "Österreichs Angestellte haben ein Durchschnittsgehalt von ...." verschleiert geschlechtsspezifische Gehaltsunterschiede!

• auf Kongruenz achten: "Die Gemeinde Wien ist die größte Auftraggeberin für ..."; "die Firma“ als Arbeitgeberin.


Aufgabe 1:

Ein Vater ist mit seinem Sohn im Auto auf einer schmalen Bergstraße viel zu schnell unterwegs. Sie verunglücken in einer Kurve und stürzen die Böschung hinunter.
Kurze Zeit später trifft ein Rettungswagen am Unfallort ein.
Der Vater stirbt auf dem Weg ins Krankenhaus.
Der Sohn wird schwer verletzt in das nächstliegende Krankenhaus gefahren und in den Operationssaal gebracht, wo schon die Chirurgen warten.
Plötzlich ruft ein Arzt: „Ich kann nicht operieren, das ist mein Sohn.“

Wie lässt sich das erklären?




Aufgabe 2:

Bitte beantworten Sie folgende Frage:

„Welchen Schauspieler mögen Sie am meisten?“




Aufgabe 3:

In einer Kleinstadt bewohnen Mutter (35), Vater (35), Tochter (7) und Sohn (9) ein gemütliches Haus – die Großeltern mütterlicherseits wohnen im Nachbarhaus.

Die Eltern arbeiten im Ort: im sehr nahe gelegenen Kindergarten und in einem modernen Bürogebäude am Stadtrand.
Die Schule der Kinder befindet sich auf halbem Weg zwischen Kindergarten und Bürogebäude.

Morgens gehen alle gemeinsam aus dem Haus, mittags trifft sich die Familie regelmäßig bei den Großeltern zum Essen.

Wer hat täglich die weitesten Wege zu bewältigen?




Aufgabe 4:

Bitte setzen Sie Satzzeichen im folgenden Satz:
“Woman without her man is nothing.”




Lösungen:


Aufgabe 1:
Der Arzt war die Mutter.


Aufgabe 2:
Ergebnisse einer Untersuchung an der Uni Bern (Psychologie heute, Juni 2005, Katrin Bischl) zeigten, dass Männer 98 % Männer nannten - Frauen 78 %.

Die Studie macht deutlich, dass Frauen in der Kommunikation explizit genannt werden müssen.

Frauen und Männer lassen sich nicht „mitmeinen“.

Männer wissen das für sich selbst ganz genau - deswegen sind sie Geburtshelfer und keiner ist Hebamme; sie sind Kinderbetreuer und keine Kindergärtnerinnen; auch sind sie weder Krankenschwestern, noch Krankenbrüder, sondern Krankenpfleger!


Aufgabe 3:
Aus dem Text kann nicht abgeleitet werden, wo die Eltern arbeiten und wer den längsten Weg hat.


Aufgabe 4:
„Woman, without her man, is nothing.” aber auch “Woman! Without her, man is nothing.”

Antiatom-Brunnengespräche

Wer an einem Brunnen vorbei kommt und darauf Kunststoffeimer mit dem Atomgefahrenzeichen sieht, erschrickt vermutlich. Diesen Schreckmoment nutze ich, um mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. Jeder der 10 Eimer ist mit einem laminierten Foto eines Abklingbeckens am Boden beklebt und mit Brunnenwasser randeben gefüllt, sodass sich das Foto des Abklingbeckens im Eimer verstärkt.10 wasserfest laminierte A4-Blätter mit Fakten zum Thema Atomenergie ergänzen die Installation.

Anti-Atom-Brunnen-Oberdorf

Edith Bösch

Prävention ist immer besser

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